![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]()
|
Home Vereins-ChronikDie Vereins-Chronikder Trachtenkapelle EltersDie GründungJosef Krenzer gründete 1926 den Musikverein. Der Urheber fügte eine lose Vereinigung, bestehend aus 14 Musikern zum "Musikverein Cäcilia Elters" zusammen. Genau 14 Schirmmützen demonstrierten die Einheit und fungierten damals als Erkennungszeichen. Im Zeitraum von 1926 - 1939 spielte die Trachtenkapelle Elters/Rhön beachtliche Anfangserfolge ein. Begeistert empfingen die Orte der näheren Umgebung Hünfeld, Tann, Dipperz, Motten, Seiferts, Schleid, Birx und Denz die Musiker aus Elters. Die Entfernung wurden damals mit dem Fahrrad oder dem Pferdewagen bewältigt. Des weiteren diente der Lastwagen als Musikertransportmittel. 1945 zerfiel Deutschland - ebenso der "Musikverein Cäcilia Elters". Ein Jahr später trommelten 1946 die verbliebenen acht Musiker das Überbleibsel zusammen. Im Gedenken an die sechs gefallenen und die zwei durch Krankheit verstorbenen Kameraden sollte der Verein fortbestehen. Drei weitere Musiker stießen hinzu, die rasch angelernt wurden, so daß bald wieder ein musikalischer Klangkörper zu vielen Gelegenheiten aufspielte. Im Jahr 1947 erschütterte ein tragischer Zwischenfall den Verein und überschattete das 1. Sportfest in Elters. Der Festzug marschierte in Richtung Dorfausgang. Ferdinand Hofmann klagte über Übelkeit und blieb zurück. Seine Kameraden marschierten, ohne dies zu bemerken, weiter. Ferdinand Hofmann verstarb und legte sein Musikinstrument für immer aus der Hand. Richtungsweisendes Jahr1952 beschreibt die Chronik als das richtungsweisende Jahr. Hans Rill wurde Schulleiter der Volksschule Elters. Als er von der Existent der Blaskapelle erfuhr, mussten seine Schüler vorhandene Instrumente mit zum Unterricht bringen. Acht Jungmusiker profitierten fortan von seinem Wissen. Musiker der Vorkriegsjahre und halbwüchsige Talente spielten gemeinsam im November 1952 zur Kirmes auf. Hans Rill, der Dirigent mit Leib und Seele, überzeugte weitere Liebhaber der Blasmusik zum Mitwirken. 1955 bestand der aktive Teil bereits aus 23 Musikern. Bedingt durch eine berufliche Versetzung musste Hans Rill 1959 sein Dirigentenamt ungewollt quittieren. Jedoch hielt das musikalische Wirken des Vorbilds den Klangkörper resistent.Jugend auf dem VormarschHermann Langgut jun. trat beherzt aus der Reihe, um den Dirigentenstab hoch zu halten. Der damals 23jährige Paul Langgut übernahm 1961 den 1. Vorsitz. Die Jugend war auf dem Vormarsch. Der traditionelle Verein blickte nicht immer mit Wohlwollen auf den Zeitgeist und die Entwicklung. Die Jugend forderte unaufhaltsam ihren Tribut und ihre Musikrichtung. Zwei neue Formationen, die "Rumba Boys" und die "Anacondas" entstanden aus den Reihen der Jungmusiker, die bei Tanzveranstaltungen einen großen Stellenwert in der Region einnahmen. Eine weitere Persönlichkeit der Geschichte der Trachtenkapelle stellte Eberhard Storch dar.
Sein Unternehmungsgeist war nicht aufzuhalten. Der Absolvent der Musikakademie Perleberg führte die Kapelle zu überregionalen Erfolgen. Auch der Rhön-Musik-Bund wurde auf sein Zureden hin gegründet. Als erste Kapelle dieser Region nahmen die Vollblutmusiker 1964 am Hessentag in Friedberg teil. 18 weitere Teilnahmen verzeichnet das Jahrbuch. 1968 erfolgten grenzüberschreitende Aktivitäten. Fritzens, ein Ort bei Innsbruck wurde der Marsch geblasen. Die Bilanz 1970: 46 öffentliche Veranstaltungen des aufstrebenden Musikvereins.
Verbandswechsel1971 entsagte der Verein dem "Rhön-Musik-Bund" und beantragte die Aufnahme im Verband "Hessische Vereinigung für Tanz- und Trachtenpflege". Das verpflichte zum Tragen einer Tracht. Das passende Musterstück (Bauerntracht Mitte des 19. Jh.) fand man im Rhönmuseum der Stadt Fladungen. Anlässlich des Hessentags in Eschwege wurde diese historische Kostümierung erstmals dem Publikum vorgeführt und fand große Bewunderung. Eine Silberdistel ziert den HutBestandteil der neuen Tracht ist ein Dreispitzhut, der mit einer Silberdistel geziert ist. Die Silber- oder auch Rhöndistel ist eine Charakterpflanze unserer Kalkmagerrasen. Sie zählt zu den Korbblütlern, hat grau-gelbe Röhrenblüten und silberne Hüllblätter. Die silbernen Strahlenkränze der Hüllblätter leutchten im Herbst auf den Hängen der Berge. Silberdisteln reagieren auf Veränderungen der Luftfeuchtigkeit, so dass sie bei nassem Wetter die weißen Hüllblätter nach oben klappen und den Blütenkranz schließen. Daher nennt man sie auch Wetterdistel. Silberdisteln sind auch Heilkräuter. Der Sage nach soll der fränkische Kaiser Karl der Große im 8. Jahrhundert sein Heer mit Hilfe von Silberdisteln vor der Pest gerettet haben. Der lateinische Name "Carlina" zeugt noch heute davon. Silberdisteln stehen unter Naturschutz und dürfen nicht gepflückt werden.
Stationen im Ausland
Der biedere Musikverein avancierte im Ausland zur begehrten deutschen Formation. Unter den Auftritten war die Steubenparade wohl das CIOFF "non plus ultra". Albert Oswald, Hessens Daraufhin marschierte die Trachtenkapelle Elters, angeführt von Eberhard Storch, durch die 5th Avenue in New York. Die mitreißende Kulisse und die 1,5 Mio. Zuschauer hinterließen bei den Blasmusikanten aus Elters unvergessliche Eindrücke. 1972 spielte die osthessische Kapelle vor ca. 700.000 Zuschauern auf dem Münchner Oktoberfest, weitere zehn Teilnahmen folgten. Acht weitere erfolgreiche Auftritte konnte das Ensemble in der Weltstadt beim Folkloreabend im "Bau des Circus Krone" verzeichnen. Die Landeshauptstadt Wiesbaden verpflichtete die Trachtenkapelle Elters/Rhön im Zeitraum von 1975 - 1981 zu fünf bedeutungsvollen Veranstaltungen: 1976 "Bonner Sommer" und 1991 "Fest der hessischen Landesregierung". AlkoholverbotDas erste Alkoholverbot der Vereinsgeschichte sorgt noch heute für Gelächter. 1982 fanden die Studioaufnahmen zur 1. MC statt. Jeder hielt sich an das strikte Gebot. Trotz spritzigem Mineralwasser war die Konzentration der Musiker mangelhaft, so daß die Aufnahmen unterbrochen werden mußten. Erst der Folgetag brachte die gewünschten Resonanzen zustande. Der erste Tonträger "Trachtenkapelle Elters/Rhön spielt auf" fand dennoch erfolgreich seinen Abschluß. Die Frage, ob mit oder ohne Alkohol, stellten das Fernsehen und der Hörfunk nicht, als die Medien sich bei der Kapelle meldeten.
Viermal traten die Musikanten aus Elters beim ZDF-Sonntagskonzert auf. Bei der ARD waren sie anläßlich der Berliner Funkausstellung zu sehen. Der HR-Musikparadensieger hieß 1985 dreimal Trachtenkapelle Elters/Rhön. Drei weitere Tonträger "Hessenland Heimatland", "Unsere Lieder" und Grüße aus dem "Rhönerland" wurden produziert. Die zusätzlichen Gesangseinlagen förderten eine erfolgreiche Mischung zu Tage. Das Loblied auf die unter Naturschutz stehende Silberdistel, welche die Tracht als Erkennungszeichen am Dreispitzhut ziert, zählt zu beliebten Titeln der Musiker aus Elters. Musikalische LeitungNach dem Tod des Dirigenten Eberhard Storch 1983 übernahm Edi Hüttl, ein gebürtiger Egerländer, den Taktstock der Kapelle. Durch Edi Hüttl, inzwischen Ehrendirigent der Trachtenkapelle Elters/Rhön, wurde der böhmisch - mährische Stil der Kapelle besonders geprägt. Ab 1995 übernahm Frank Unger aus Poppenhausen die musikalische Leitung. Unter seiner Führung wurde die CD "Auf nach Elters" und "Gruß an die Rhön" aufgenommen.
Mit dem neuen Jahr 2008 konnten wir Markus Arnold als Dirigent gewinnen. Er löste Johannes Eisenmeier ab, welcher aus privaten Gründen die vakante Position nicht mehr ausführen wollte. Daher freuen wir uns sehr, mit Markus Arnold ein echtes Juwel der jüngsten Blasmusikepoche gewinnen zu können. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||